gartenunser.org

Just another permablog

   Aug 07

Stimmen aus dem Garten Unser

diesmal von Günter “the Jauch”:
Liebe Gartenunsrigen,
das Gras wurde kurz gemacht
man sieht, die Ernte lacht:
Fenchel wer mag
Gurke jeden Tag
Mangold immer mehr
Zucchini, bitte sehr
Artischocken rocken
Tomaten warten
Ringelblumen, Königskerzen
öffnen Lungen & auch Herzen
die Andenbeere als Geschenk verpackt
liegt sie am Boden, rein in den Sack
bestimmt was vergessen
viel Spass beim essen
trinken
rauchen

   Aug 02

1. offener Gartentag

Dies ist Einladung und Aufruf zum 1. offenen Gartentag im Gartenunser. Der Garten ist im Grunde 24/7 für jedermann offen und zugänglich. An jedem ersten Samstag im Monat kannst du dir nun aber sicher sein, dass jemand der Gartenunsrigen vor Ort ist und
du zu den Pflanzen auch die Leute dahinter kennen lernen kannst.
Diesmal widmen wir uns den unterschiedlichsten Gräsern die uns an manchen Orten bald über den Kopf wachsen. Wege werden freigemäht, Beetränder und andere Gebilde von allzu viel Beikraut befreit. Das Mähgut wird dann auch zugleich in den Komposthaufen mitaufgenommen, der ebenfalls morgen aufgesetzt wird.
Am (frühen) Vormittag wird gestartet! Vom frühen Mittag bis zum frühen Abend wird wohl – von den Meisten – Siesta gemacht um dann ab den frühen Abendstunden (17:oo Uhr) wieder loszulegen.
Bringt wenn ihr habt, Gartenscheren o.ä. vielleicht auch Grabgabeln und Schaufeln mit.

   Jul 21

Samenbomben für die Art Design

Zutaten:

Man nehme

  • Töpferton (von der fetten Sorte)
  • Gartenerde
  • Samen aller Art (diesmal dabei: Sonnenblume, Ringelblume, Bohnen, Winden, und und und)

dazu noch einen schönen Sommertag, feinen Kuchen und viele liebe Leute. Fertig sind die Waffen der Blumenkinder :-)

 

Exemplare derselben können im Rahmen der Art Design erstanden werden. Halte dort einfach nach einem Zigarettenautomat der besonderen Art Ausschau. Der Erlös kommt dem Garten Unser sowie dem Stadtgarten Feldkirch zugute.


   Jun 23

Was 2013 auch geschah

Gestern haben uns grüne Menschen einen Besuch abgestattet. Danke für die Tipps! Werde ab nun viel mehr mit den Kartoffeln sprechen, damit sie die Käfer nicht mehr heranlocken.

Vielen Dank an Heinrich Zimmermann, dass  wir so viel Holz aus seinem Wald bekommen. Da machts im Wald nochmal mehr Spaß.

Als der Winter noch da war und vom neuen Hügel- und Kraterbeet, den Kartoffeltürmen undundund allein gesprochen wurde, kam der Bagger und erleicherte uns den Start.


   Mrz 06

gärten und andere götter

Stimmen aus dem Gartenunser, diesmal von Lena.

Jetzt haben wir also einen Blog. Das auch noch. Also, dass in mir so dringlich der Wunsch nach krummeren, erdigeren, geschmackvolleren Gurken keimte, das ist natürlich und naheliegend. Ich bin die rohe Natur und ich will Gurken, die auch so sind. Psychologisch betrachtet wird dieses natürliche Bedürfnis jedoch zu einer durchaus komplexen Sache. Das ganze Thema Nachhaltigkeit ist mindestens so komplex und deswegen schwirren mir jetzt Worte wie Permakultur und Anti-Konsumkultur durch den Kopf und am liebsten würde ich schon wieder sagen „ich bin dann mal im Garten“.

Bin ich aber nicht. Wäre ich dort, gäbe es hier kein Problem. Stattdessen entscheide ich mich in diesem Moment, die komplexkomplexkomplexe Begriffswelt der Kultur zu übergehen, und starte eine Direktkonfrontation: Ich rede über Gott. Nein, das Wort verwende ich sonst eher selten. Ich gehe auch nicht zum Gottesdienst. Aber ich komm ganz sicher in den Himmel. Im Sommer hab ich jeden Tag gebetet. Nicht in Worten, wohl aber kniend – zumindest zwischendurch. Ich hab gegraben. Und gepflanzt. Und wachsen lassen, ganz genau so, wie die Natur das vorgesehen hat. Und Ernte-gedankt und gefeiert. Jetzt mal ehrlich: Wäre das nicht der eigentliche Sinn von Gottesdienst?

Ja, ich träume von einer besseren Welt und ich mach mich gern dreckig. Ich hab´s gern ganz einfach und mach´s trotzdem oft zu kompliziert. Ich hab jahrelang versucht, Gott (=diese große Welt!) in schönere Sätze zu kleiden – und jetzt schau ich zu, wie Gott nackt durch den Garten rennt und nichts daran ist kompliziert. Don´t think, just do. In diesem Sinn hat mich der Garten Unser tatsächlich gerettet. Und deshalb sehe ich es nicht als Ironie und schon gar nicht als Blasphemie, einen Garten „Garten Unser“ zu nennen. Im klassischen Vater Unser steckt viel Gutes – wenn man nicht zulässt, sich an ein allzu beschränktes Bild von Göttlichkeit zu halten. Somit ist dieser Name ein Aufruf zur Selbstverantwortung und ein Ausdruck von Respekt. Wofür stehe ich auf in dieser Welt, und wofür knie ich mich hin? Der Garten Unser ist eine Ehrerweisung an ein Stück Erde. Sie ist auch eine Ehrerweisung an uns selbst – bessere Gurken hat keiner. Aber diese Dinge hängen zusammen. Wir alle wünschen uns, ein gewisses Bewusstsein zu schaffen. Dabei geht es weniger um die Worte „Demeter“, „biodynamisch“ oder „Permakultur“, als vielmehr um die Inhalte und um das Bewusstsein, die dahinterstecken.

Wir haben also eine große Mission – so groß, wie jeder hier auf dieser Welt: wir wollen selbst über unser Leben entscheiden und das Beste draus machen. Wir wollen nicht essen müssen, was Monsanto uns auftischt. Ich persönlich möchte auch ganz gern ganz oft glücklich sein. Und aus einem einzelnen Gurkenkern lauter Grünzeug wachsen sehen, daraus dann wiederum jede Menge Gurken ernten – samt neuen Kernen für neue Gurken – und alles das mit Leuten teilen, die ich richtig gerne mag: darin steckt das ganze Leben. Und das macht mich glücklich.

 

Über gartenunser.org :

Da war ein Stück Land, das war schon vor uns da und über den Kopf wachsen wird es uns hoffentlich auch. Wir sind 15, bald 20 und zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang bauen wir an. Viel kommt noch und ein bisschen was passt auch in einen Blog. Wir freuen uns über Reaktionen, Inspirationen – helft uns beim Wachsen!  www.gartenunser.org


   Mrz 03

Wer wie was und wofür?

Garten Unser

Der Name ist Programm. Es geht um den Garten, als ein von Menschen mit- gestalteter Lebensraum. Ein Versuchsfeld und Begegnungsraum in welchem eine funktionierende Beziehung von Mensch und Natur sowie von Menschen untereinander aufs Neue erprobt und praktisch erfahrbar gemacht werden soll.

Das “Unser” im Vereinsnamen möchte nicht die trennenden Assoziationen im Sinne von “Unser und Euer” hervorrufen, sondern vielmehr das verbindende Element im Sinne von “Unser Aller” in den Vordergrund stellen.

Wir sind Pächter einer landwirtschaftlichen Fläche im Sulner Aufeld und haben 2012 damit begonnen, den ersten Teil davon in wucherndes Gartenland zu verwandeln. Wir experimentierten mit verschiedenen Gestaltungselementen aus der Permakultur, pflanzten Bäume und Beerensträucher und konnten bereits erste Erfahrungen in Sachen Saatguterhaltung machen.

Auf regelmäßig stattfindende Treffen tauschen wir uns aus und besprechen die aktuellen Themen. Jeder soll gehört und keiner übergangen werden. Dieser hohe Anspruch an die Qualität unserer Politik erfordert manchmal Mut, manchmal Verständnis und manchmal Geduld.

Es gibt keine Stechuhr die die Arbeitszeit aufzeichnet, auch wird kein Buch über die Ernte geführt. Wir wirtschaften nach dem Motto “Es ist genug für alle da!” und vertrauen darauf, dass sich die Gemeinschaft mit all den beteiligten Lebensformen (Menschen, Pflanzen, Tiere, Boden,…) selbst reguliert und gesund erhält.

Kontakt: himmel@gartenunser.org


   Feb 24

Projekt 2013/14 — Wir bauen ein Gewächshaus aus Plastikflaschen

PET Gewächshaus

sammeln sammeln sammeln: 1500 Flaschen, je mehr desto besser.


   Feb 21

1. Jahreshauptversammlung

Am 16.2. fand die erste Jahreshauptversammlung des Gartenunser in den Räumlichkeiten des Sulner Freihofs statt. Es war ein schönes endlich-mal-alle-wiedersehen und vorfreudiges ach-das-wird-ja-wieder-schön planen fürs kommende Gartenjahr.  Super dass auch wieder neue Leute den Weg ins Uns gefunden haben und mit ihrem dabeisein die Vielfalt im Garten bereichern :-) .

Viel wurde besprochen, beschlossen und genossen – hier ein paar kurze Einblicke:

  • Unsere Schatzmeisterin Nina wurde durch die beiden Rechnungsprüfer entlastet und für ihre vorbildhafte Buchführung gelobt…
  • Die Samengruppe hat sich wieder formiert und wird bis zum nächsten Plenum ein bischen mehr Klarheit in die große “was wollen wir denn alles anpflanzen” Wunschliste bringen…
  • Auch ein klasse Projekt für 2013/14: Ein Gewächshaus aus PET Flaschen. Also, wer eine Quelle für 1,5l bottles kennt, bitte weiterleiten.

Fotos gibts keine von diesem geselligen Zusammenkommen. Dafür aber ein Riesenkompliment und Dank für die Leute vom Freihof für feinen Speis und Trank und ihre herzliche Gastfreundschaft…

Möge es ein segensreiches 2013 werden, auf dem Feld und in den Herzen…

 


   Jan 26

Gartenvernetzungstreffen in St. Arbogast

Gestern  fand auf Einladung der Bodenseeakademie, des Bildungshauses St. Arbogast und des Talentetauschkreises das erste große Vernetzungstreffen “Gemeinsam Landwirtschaften und Gärtnern” statt. Über 30 Leute fanden sich im Kreis ein um sich gegenseitig Kennenzulernen, Auszutauschen und mögliche Schritte für gemeinsame Projekte zu planen.

Lena, Stefan und ich waren als Abordnung des GartenUnser mit von der Partie. Im Gepäck hatten wir auch noch unseren Sympatisant, Mentor und Permakultur-Urgestein Othmar. Stefan und Othmar hatten sich wohl schon am Nachmittag gemeinsam auf den kommunikationsreichen Abend vorbereitet und vor lauter Reden die Zeit vergessen  sodass wir dadurch fast ne halbe Stunde zu spät in St. Arbogast eingetrudelt sind. :-) Wir platzten also mitten in die Vorstellungsrunde in welcher jede und jeder etwas von ihrem bzw. seinem Hinter-, Vorder-, Innen- und Aussengrund mit der aufmerksamen Zuhörerschaft teilen konnte.

Es war eine sehr bereichernde Veranstaltung die einem wieder mehr bewusst werden ließ, wie viele Gruppen und Einzelpersonen, Profis und Laien bei uns in der Region an dem Thema dran sind. Sehr viele Kontakte konnten geknüpft und Kooperationsmöglichkeiten besprochen werden.

Als ein Ergebnis dieses sehr kurzweiligen Abends wird demnächst auf einer Onlineplattform ein Forum eingerichtet, in welchem man Ressourcen jeder Art – von Maschinen über Lagerräume bis Saatgut -  zur gemeinsamen Nutzung anbieten und auch erbitten kann. Als ein weiteres Projekt ist das Erstellen eines Printmediums angedacht worden, welches das bereits bestehende Netzwerk sichtbarer machen soll und den Neu-Interssenten schneller und leichter Kontakt und Anknüpfungspunkt ermöglichen kann. Sehr erfreulich war auch die Nachricht die uns LAbg. Johannes Rauch über die Diskussionsleiterin Simone König zukommen ließ. Landlose Garteninitiativen können bei ihrer Bodensuche auf die Unterstützung der  grünen Gemeinderäte in den jeweiligen Ortschaften zählen.

Das CSA-Modell, also die sogenannte Vertragslandwirtschaft in welcher Konsument und Landwirt eine  Partnerschaft eingehen, wurde ebenfalls angesprochen und auch die Pläne vorgestellt, eine solche Kooperationsgemeinschaft in Vorarlberg zu gründen. Zu diesem Punkt wird es am 6.6. eine Veranstaltung geben.

Nach dem offiziellen Teil wechselten der Schauplatz hinunter ins Cafe des Haupthauses wo die Bekanntschaft-macherei noch vergnügt weiter ging. Beeindruckt und beglückt von diesem schönen Abend saß unsere Abordnung dann noch zusammen, genoss das brummen in Ohren und Köpfen von dem vielen Geredeten. Dann wurde es ruhiger und wir realisierten. Die anderen sind schon alle weg. Tja, die letzten die kamen die letzten die gingen….

Vielen Dank an

Die Bodenseeakademie,

das Bildungshaus St. Arbogast und den Talentetauschkreis Vorarlberg

 

 


   Nov 18

Garten Unser @ Pecha Kucha Night in Dornbirn

Wenn wir mal nicht im Garten sind…